1. Erfolgreicher Abschluss „Sicheres Imkern“ – Unsere Nachwuchs-Imker sind bereit

Am 23. und 24. Februar herrschte in der Imker-GTA der Grundschule Graupa und des ASB-Horts Neundorf Pirna eine ganz besondere Aufregung. An diesen beiden Tagen drehte sich alles um die Sicherheit und das richtige Handwerkszeug, denn unsere jungen Imkerinnen und Imker absolvierten ihre Ausbildung für das Zertifikat „Sicheres Imkern“. In einer intensiven, eineinhalbstündigen Schulung lernten die Kinder alles Notwendige, um ab sofort gemeinsam mit den GTA-Leitern direkt an den Bienenvölkern arbeiten zu dürfen. Die fachliche Grundlage für diesen Kurs bildeten die fundierten Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) aus der Reihe „Lernen und Gesundheit“, die auch für andere Interessierte in unserem DMS online zur Verfügung gestellt werden.

Der Weg zum Zertifikat führte über verschiedene Lernstationen, die Theorie und Praxis eng miteinander verknüpften. Zunächst stand das richtige Verhalten im Fokus. Die Kinder lernten, dass Bienen sehr sensibel auf ihre Umwelt reagieren. Um die Tiere nicht zu beunruhigen, ist es wichtig, sich stets ruhig und langsam zu bewegen und auf hektische Gesten zu verzichten. Auch der Geruchssinn der Bienen spielt eine große Rolle: Da starke Düfte wie Parfüm oder Deo die Tiere irritieren können, wurde besprochen, darauf vor der Arbeit im Bienenstock zu verzichten. Sogar der Proviant muss draußen bleiben, da besonders der Geruch von Obst die Aufmerksamkeit der Bienen auf sich ziehen könnte. Zur Vorbereitung gehörte auch, lange Haare zum Pferdeschwanz zu binden und Schmuck abzulegen, um bei eventuellen Schwellungen nach einem Stich keine Probleme zu bekommen.

Ein weiterer wichtiger Baustein war die richtige Schutzkleidung. Die Kinder erkundeten die verschiedenen Bestandteile der Imkermontur und probierten sie direkt aus. Dabei lernten sie einen wichtigen Trick: Die Socken werden über die Hosenbeine gezogen, damit keine Biene versehentlich von unten in die Kleidung krabbeln kann. Ergänzt wurde dieses Training durch die Materialkunde. Werkzeuge wie der Stockmeißel zum Abkratzen von Wachs, der Besen zum sanften Abkehren der Bienen oder der Smoker zur Beruhigung der Tiere wurden genau unter die Lupe genommen. Dabei stand die Unfallverhütung im Vordergrund, denn der Umgang mit heißen Oberflächen beim Smoker oder scharfen Kanten am Stockmeißel erfordert volle Konzentration.

Für den Fall der Fälle wurden die Kinder auch in Erster Hilfe geschult. Sie lernten den Unterschied zwischen einem Bienen- und einem Wespenstachel kennen und erfuhren, warum ein Bienenstachel aufgrund der Widerhaken schnell entfernt werden muss. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt: Der Stachel sollte seitlich mit dem Fingernagel oder einer Plastikkarte weggeschoben werden, ohne die Giftdrüse auszudrücken. Kühlung hilft anschließend gegen den Schmerz. Auch das richtige Absetzen eines Notrufs unter der 112 für den Ernstfall wurde thematisiert.

Nachdem alle Teilnehmer am Ende der 1,5 Stunden eine kleine Prüfung erfolgreich bestanden hatten, konnten sie stolz ihr Zertifikat entgegennehmen. Wir gratulieren unseren neuen „Sicherheitsexperten“ ganz herzlich und freuen uns auf die kommenden Einsätze an den Bienenstöcken der KiJuBee!