Hammer, Draht und Bienenwachs: Nachwuchsimker beweisen handwerkliches Geschick
In der Welt der Imkerei gibt es weit mehr zu tun, als nur Honig zu ernten. Das erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Jungimker-AG an der Grundschule Graupa sowie im Hort Neundorf in Pirna bei ihren letzten Treffen. Diesmal stand ein ganz zentrales Thema auf dem Plan: Der Bau und die Vorbereitung der Rähmchen. Bevor es jedoch an die Werkzeuge ging, tauchten die Kinder in die Theorie ein. Sie lernten, dass Rähmchen nicht gleich Rähmchen sind, sondern dass zwischen Honig- und Brutraumrähmchen unterschieden wird. Dabei klärten sie wichtige Fragen: Aus welchen Bestandteilen besteht so ein Rahmen eigentlich? Warum sind dort Drähte gespannt? Und welche wichtige Funktion übernehmen die Abstandshalter? Besonders der sogenannte „Bee Space“, also der exakte Abstand, den Bienen zum Bauen und Bewegen benötigen, sorgte für Staunen.
Nachdem die theoretischen Grundlagen gelegt waren, folgte der praktische Teil, der den Dritt- und Viertklässlern einiges an handwerklichem Geschick abverlangte. Eine besondere Herausforderung war das Anbringen der Polsternägel, die bei den Brutraumrähmchen als Abstandshalter dienen. Hier war höchste Präzision gefragt, denn die Nägel müssen genau an der richtigen Stelle im Holz sitzen, damit das Maß im Bienenstock später auf den Millimeter stimmt. Für die jungen Nachwuchsimker war dies eine echte Geduldsprobe, die sie jedoch mit viel Eifer und Konzentration meisterten.
Im zweiten Teil der Praxis wurde es technisch noch anspruchsvoller, als das Einlöten der Mittelwände auf dem Programm stand. Dabei werden die Wachsplatten vorsichtig auf die gespannten Drähte gelegt und durch kurzes Erhitzen mit diesen verbunden. Die größte Schwierigkeit bestand darin, die empfindlichen Wachsplatten nicht zu beschädigen. Ein zu starker Druck oder eine zu lange Erwärmung der Drähte hätte das Material sofort zerstört. Mit viel Fingerspitzengefühl und ruhigen Händen gelang es den Kindern jedoch, die Mittelwände perfekt in die Rahmen einzupassen. Am Ende der Stunden blickten alle stolz auf ihre Arbeit und sind nun bestens vorbereitet, wenn im Frühling das Leben in den Bienenstöcken wieder richtig erwacht.