In der Grundschule Graupa herrscht reges Treiben, denn die Jungimker-GTA ist mit voller Begeisterung in die Welt der Honigbienen eingetaucht. Im Mittelpunkt stand diesmal die spannende Frage, wie unsere Bienen eigentlich wohnen und wie aus einem winzigen Ei eine fleißige Sammlerin wird.
Um die komplexen Vorgänge im Inneren eines Bienenstocks greifbar zu machen, starteten wir mit einer spannenden Theorieeinheit. Anhand eines stark vergrößerten Wabenmodells konnten die Kinder die Entwicklung der Honigbiene wie unter einem Mikroskop verfolgen. Vom winzigen Ei über die Larve bis hin zur verdeckelten Brutzelle lernten die Mädchen und Jungen, die feinen Unterschiede der verschiedenen Stadien zu erkennen. Das Modell half dabei, die Theorie buchstäblich begreifbar zu machen und gab den Schülern die nötige Sicherheit für den späteren Einsatz direkt am Bienenvolk.
Nachdem alle Fragen geklärt waren, ging es an die praktische Umsetzung. Wir teilten die Klasse in zwei Gruppen auf, damit jedes Kind genug Platz und Zeit für eigene Entdeckungen hatte. Während die erste Gruppe in die Imkerkluft schlüpfte und mit der Durchsicht der Bienenfamilien begann, vertiefte die zweite Gruppe ihr Wissen mit dem Film „Das Leben einer Honigbiene“. Dieser zeigt eindrucksvoll, wie perfekt das Teamwork in einem Bienenstaat funktioniert. Danach wurde getauscht, sodass jeder einmal zum „echten“ Imker werden konnte.
Am Bienenstand selbst war die Begeisterung groß: Mit viel Ruhe und einer tollen Beobachtungsgabe entdeckten die Kinder die zuvor am Modell besprochenen Stadien direkt auf den besetzten Waben. Es ist schön zu sehen, mit wie viel Respekt und Eifer die Schüler bei der Sache sind. Neben dem Wissen über die Bienen lernen sie hier ganz nebenbei, wie wichtig Genauigkeit und ein behutsamer Umgang mit der Natur sind. Die Schulbienen in Graupa haben auf jeden Fall schon jetzt eine treue Fangemeinde unter den Jungimkern gewonnen!